Aktuelles

Gemeinsam pilgern

Im Rahmen der Aktion „Kirche geht“ lädt die Dreieinigkeits-Gemeinde Beverstedt zu einer Pilgerwanderung von Bramel nach Bexhövede (ca. 11 km) ein. Start ist am 7. Juni um 10 Uhr mit einem Pilgersegen in der Brameler Kirche. In Bexhövede wartet ein leckeres Mittagessen.

Wer es sportlicher mag: Eine Gruppe wird auch von Westerbeverstedt nach Bexhövede pilgern (ca. 14 km) und bereits um 8.30 Uhr starten. Anmeldungen im Kirchenbüro Beverstedt, Tel. 04747-216.

Lara Schilde wird Superintendentin

Die neue Leitungsperson des Kirchenkreises Osterholz-Scharmbeck heißt Lara Schilde. Dies gab am 10. April die Vorsitzende der dortigen Kirchenkreissynode Heike Schumacher bekannt. „Ich freue mich sehr, dass die Kirchenkreissynode heute ihre neue Superintendentin gewählt hat“, so Schumacher. „Mit Frau Schilde gewinnen wir eine Führungspersönlichkeit, die mit uns allen gemeinsam den Kirchenkreis weiterentwickeln und zukunftsfähig aufstellen wird. Dabei werden wir sie nach Kräften unterstützen. Wir wünschen ihr ein gutes Ankommen im Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck und allzeit eine glückliche Hand bei der neuen großen Aufgabe".

Schilde wurde von den 46 Mitgliedern der Kirchenkreissynode im zweiten Wahlgang mehrheitlich gewählt. Neben ihr kandidierte Oberkirchenrat Marcus Garras aus dem Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover.

Lara Schilde ist seit zehn Jahren Inhaberin der Pfarrstelle der Kirchengemeinden Bexhövede und Bramel. Zuvor hatte sie in beiden Gemeinden ihren Probedienst versehen. Als zweite Stellvertreterin im Aufsichtsamt und Mitglied im Kirchenkreisvorstand ist sie in die Leitung des Kirchenkreises Wesermünde eingebunden. Sie war von 2021 bis 2024 Vikariatsleiterin und ist ausgebildete systemische Seelsorgerin und Beraterin. Im Kirchenkreis Wesermünde war sie zudem von 2019 bis 2024 Kirchenkreisjugendpastorin. Schilde hat in Göttingen und Heidelberg Evangelische Theologie studiert und absolvierte ihr Vikariat in der Stadtkirchengemeinde St. Marin in Celle. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern.

Sabine Preuschoff, Regionalbischöfin für den Sprengel Stade, sagt am Wahlabend: „Ich freue mich sehr über die Wahl von Lara Schilde zur neuen Superintendentin des Kirchenkreises. Ich erlebe sie als starke, zugewandte, geistliche Persönlichkeit, die den Kirchenkreis schon sehr gut in den Blick genommen hat und den Wandel der Kirche an diesem Ort mit Tatkraft gestalten will und wird.“

Was heißt das für die Region Süd-West und für die Kirchengemeinde Bramel? Wir werden unseren Pfarrdienst in den fünf Gemeinden unserer Region ganz neu aufstellen müssen. Und wir hoffen, dass wir bis zum Weggang von Lara Schilde ein tragfähiges Konzept für die Arbeit in der Region erstellen können. 

Flotte - auf zu neuen Welten

Zusammen mit vielen anderen Konfis eine Woche der Osterferien auf Plattbodenschiffen verbringen, gemeinsam segeln, putzen, singen und kochen: Die „Flotte“ ist seit 2005 ein wichtiger Bestandteil der Konfirmandenarbeit im Kirchenkreis Wesermünde. „Keine Flotte ist wie die andere“, weiß Kreisjugenddiakon Michael Hinrichs. Während der 18. Ausgabe hatte die Crew besondere Herausforderungen zu meistern.

In Lelystad haben die knapp 270 Konfirmandinnen und Konfirmanden, die mit Bussen aus dem Cuxland angereist sind, ihre elf Schiffe bezogen. Mit ihnen an Bord: Teamerinnen und Teamer sowie Skipper und Maat. Die „eine Flotte“ gibt es nicht: Jeder Teilnehmende erlebt „seine eigene Flotte“ – abhängig von Schiff, von der Funktion, von den anderen Menschen an Bord.

Was alle eint: die Abhängigkeit von der Natur. Während die Schiffe am zweiten Tag bei schwachem Wind nach Volendam segeln konnten und am nächsten Morgen mit Sonne und noch weniger Wind Hoorn ansteuerten, machte sich das dann folgende Tief „Marlies“ bei den Skippern keine Freunde: Der nächste Hafen Enkhuizen war erst einmal Endstation für die „Flotte 2026“. Mit Windstärken zwischen sechs und sieben war das Risiko, um mit Jugendlichen zu segeln, zu groß. Deshalb mussten die Schiffe für drei Tage in Enkhuizen festmachen.

Frühstück, Morgenandacht, thematische Impulse unter anderem zu den Themen Freundschaft, Gemeinschaft und Abendmahl, ein Snack zur Mittagszeit, Freizeit am Nachmittag, Abendessen, gemeinsames Programm und der Tagesabschluss: Diese tägliche Struktur blieb auch an Land dieselbe. Der „Abend der Begegnung“ – Open Ship auf allen Seglern, leckere Essensangebote und besondere Aktionen – sowie der gemeinsame Gottesdienst in der Westerkerk und eine besondere Olympiade mit Disziplinen wie Flaggenalphabet und Bulliziehen sorgten für Abwechslung. Am allerletzten Tag konnte die „Flotte“ noch einmal die Segel setzen und nach Lelystad schippern, wo sechs Busse die Konfis wieder abholten.

„So einen Verlauf hatten wir 2015 beinahe genauso“, sagt Hinrichs, der bislang an allen „Flotten“ teilgenommen hat. Planbar sei eben nichts so richtig, wenn man vom Wetter abhängig sei. Aber aus den Gegebenheiten das Bestmögliche zu machen, sei das, was zähle. „Unsere gute und vertrauensvolle Beziehung zu den Skippern hilft uns da.“ So haben sich diese auch kreativ und tatkräftig bei der Ausrichtung der Olympiade am vorletzten Tag eingebracht.

Glücklicherweise musste das bewährte vierköpfige medizinische Team vom DRK Wesermünde keine allzu großen Probleme lösen. Beulen, Übelkeit und Heimweh konnten mit Medikamenten und Mitgefühl meistens schnell geheilt werden. Dass alle immer ausreichend und lecker zu essen hatten, war die Aufgabe des Einkaufsteams: Jeden Tag waren drei Ehrenamtliche damit beschäftigt, die Wünsche der Schiffsteams zu erfüllen. Mit Klappkisten, Kühltaschen und vielen Einkaufswagen ausgestattet, sorgten sie für Aufsehen in den Supermärkten – und für lange, lange Kassenzettel. Was wurde am meisten bestellt? Salatgurken, Brot, Vla, Milch und Spekulatiuscreme, aber auch Zahnstocher, Udon-Nudeln und Kontaktlinsen.

Wenn die letzten Materialkisten ausgeräumt und verstaut sind, beginnen fast schon wieder die Planungen für die „Flotte 2027“. Mit anderen Konfis, weiteren Wetterkapriolen, viel Spaß, Stress, neuen Herausforderungen und Freundschaften. „Die Flotte ist eine Mammutaufgabe für die Evangelische Jugend Wesermünde, aber eine, die sich jedes Jahr wieder lohnt“, so Hinrichs.